{"id":1825,"date":"2026-08-03T12:00:00","date_gmt":"2026-08-03T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/eiszeit-nordhessen.de\/?p=1825"},"modified":"2026-08-21T11:34:06","modified_gmt":"2026-08-21T09:34:06","slug":"kennste-noch-jens-meilleur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eiszeit-nordhessen.de\/?p=1825","title":{"rendered":"Kennste noch&#8230; Jens Meilleur?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Mal haben wir einmal mehr in Kanada angerufen, um uns mit einem Spieler zu unterhalten, der von 2014 bis 2019 f\u00fcnf Spielzeiten unser Trikot getragen hat. Nicht nur wegen der gewonnenen Meisterschaft hat Jens Meilleur jede Menge sch\u00f6ne Erinnerungen an die Zeit in Nordhessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIst das sch\u00f6n, dass ihr an mich denkt\u201c begr\u00fc\u00dft Jens uns am Telefon aus dem kanadischen Manitoba. \u201eIch habe meine Zeit in Kassel geliebt und freue mich auf das Gespr\u00e4ch!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jens kommt aus einer eishockeybegeisterten Familie. Seine Br\u00fcder Lars und Mats spielten auf semi-professionellen Niveau, Schwester Meike schn\u00fcrte f\u00fcr die Penn State University die Schlittschuhe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wurzeln der Familie liegen im Norden Deutschlands. Jens\u2018 Gro\u00dfeltern verlie\u00dfen ihre Heimat wegen des Krieges und bauten sich in Kanada eine neue Existenz auf. \u201eWitzig ist, dass mein Opa aus Flensburg und meine Oma aus Hamburg stammen, sie sich aber erst hier in Manitoba kennenlernten\u201c erz\u00e4hlt der Deutsch-Kanadier. \u201eIch habe es geliebt, in Deutschland zu leben. Einige Dinge sind einfach entspannter als in Kanada. Zum Beispiel, dass am Sonntag die L\u00e4den geschlossen bleiben und Familienzeit angesagt ist. Die vielen kleinen L\u00e4den, wo man einkaufen konnte und viele andere Dinge des Alltags, mir gefiel der Lebensstil sehr!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Jugend spielte der in Marquette geborene Rechtssch\u00fctze bei diversen lokalen Vereinen und durfte seine Heimatprovinz bei der U17 World-Challenge vertreten. Ab 2010 lief Jens f\u00fcr den renommierten Club Brandon Wheat Kings in der kanadischen Top-Juniorenliga WHL auf. \u201eGegen Ende meiner Junioren Karriere in Brandon hatte ich einige Optionen f\u00fcr den Einstieg in den Profibereich. Mein Spieleragent hatte gute Kontakte nach Kassel und ich dachte in Deutschland zu spielen k\u00f6nnte eine tolle Erfahrung werden. So habe ich als junger Mann mit 21 Jahren bei den Huskies angeheuert.\u201c Das klingt nach Abenteuer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDefinitiv, es war auch nicht ganz einfach am Anfang, man kennt die Stadt und die Sprache nicht, muss sich erstmal zurechtfinden. Aber sobald ich meine Mitspieler kennengelernt hatte und die ersten Wochen vergangen waren, lief alles sehr gut. Ich hatte gro\u00dfartige Mitspieler wie die Kasseler Jungs Manu, Michi, Alex und Adriano, die mir das Ankommen erleichtert haben. Sie waren wie gro\u00dfe Br\u00fcder f\u00fcr mich. Auch mit M\u00fclli, der damals auch als junger Spieler neu in Kassel angekommen war, habe ich viel unternommen.\u201c Dann lobt er M\u00fclli\u2019s Einsatz f\u00fcr den Club und freut sich \u00fcber den Rekord f\u00fcr die die meisten Spiele, die sein ehemaliger Kollege letzte Saison geknackt hat und fasst am Ende zusammen: \u201eHe\u2018s a legend!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sportlich fand sich der Jungspund direkt sehr gut zurecht und wurde schnell zu einem wichtigen Spieler f\u00fcr die frisch aus der Oberliga aufgestiegenen Schlittenhunde. \u201eEben wegen der gro\u00dfartigen Unterst\u00fctzung konnte ich mich voll auf das Hockeyspielen konzentrieren. Da ich in der Liga ein unbeschriebenes Blatt war, konnte man mich nicht so richtig einsch\u00e4tzen und ich hatte die Gelegenheit, mich als Spieler gewisserma\u00dfen neu zu definieren.\u201c \u00dcber die Jahre reifte Jens zu einem vielseitigen Spieler, schwer auszurechnen vor dem Tor, mit gutem Auge f\u00fcr die Mitspieler, zweikampfstark und teamorientiert. Ob er nun die gegnerische Top-Reihe verteidigen musste, oder selbst in den vorderen Formationen der Huskies f\u00fcr Offensivgefahr sorgte &#8211; Jens erf\u00fcllte seine Aufgabe stets mit vollem Einsatz und viel Leidenschaft. \u201eUnser Coach Rico Rossi hat mir nach und nach als Spieler gute M\u00f6glichkeiten gegeben und ich durfte mit einigen Top-Leuten zusammenspielen. Jahr f\u00fcr Jahr f\u00fchlte ich mich sicherer und spielte mit mehr Selbstvertrauen.\u201c Nach zwei Spielzeiten wechselte Jens zu den N\u00fcrnberg Ice-Tigers in die DEL, kehrte aber nach einigen Monaten wieder nach Kassel zur\u00fcck. \u201eEs hat einfach nicht gepasst, ich war froh wieder \u201enach Hause&#8221; zu k\u00f6nnen\u201c ordnet er seinen kurzen DEL-Ausflug heute ein. In den letzten beiden Spielzeiten im Kasseler Trikot hatte sich Jens zu einem kompletten Spieler entwickelt. \u201eEs f\u00fchlte sich gut an, die Mischung aus Offensiv- und Defensivspiel stimmte.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Zeit in Kassel hat mich sehr gepr\u00e4gt und mir die M\u00f6glichkeit gegeben, mich als Eishockeyspieler und Mensch weiterzuentwickeln. Ich bin dort erwachsen geworden. Ich habe auch neben dem Eis einfach so viele hilfsbereite und positive Menschen kennenlernen d\u00fcrfen.\u201c Einen Lieblingskollegen auf dem Eis zu benennen, f\u00e4llt auch Jens erwartungsgem\u00e4\u00df nicht leicht: \u201eIm Meisterschaftsjahr habe ich mit Jamie MacQueen und Braden Pimm zusammengespielt, das war eine klasse Reihe und hat viel Spa\u00df gemacht. Wenn ich mir dauerhaft zwei Nebenleute h\u00e4tte aussuchen d\u00fcrfen, w\u00e4ren da noch Michi Christ und Manu Klinge in Frage gekommen. Gro\u00dfartige Jungs, ihre Nummern h\u00e4ngen aus guten Gr\u00fcnden unter dem Hallendach.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der \u00fcberraschenden Meisterschaft 2016 fallen Jens noch weitere Highlights aus seiner Zeit beim ECK ein. \u201eMeine Familie besuchte mich \u00fcber die Weihnachtsfeiertage in Kassel und hat sich eines meiner letzten Profispiele angeschaut. Beim Heimspiel ist mir ein Hattrick gelungen. Es war klasse, dieses Erlebnis mit meiner Familie zu teilen. Ebenso mein erstes Tor in der Kasseler Eissporthalle, das war gegen Wei\u00dfwasser. Ich konnte nicht glauben, was da abging und wie laut die Fans waren. Das werde ich nie vergessen!\u201c 78-mal lie\u00df Jens w\u00e4hrend seiner Kasseler Zeit den Puck im gegnerischen Netz zappeln, bereitete weitere 87 Treffer vor. Somit erreichte der Rechtssch\u00fctze eine beachtliche Bilanz von 165 Punkten in 279 Eins\u00e4tzen f\u00fcr Blau-Wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Kassel w\u00fcrde Jens nur zu gerne mal wieder reisen, wenn es die Zeit erlauben w\u00fcrde. \u201eJa, es ist zu lange her. Vielleicht ladet ihr mich ja zu Marcos Legendenspiel ein, wenn es eines Tages so weit ist.\u201c Notiert!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis dahin wird Jens dem Eishockey trotz beendeter Spielerkarriere weiter treu bleiben. Aktuell gibt er die Liebe f\u00fcr den Sport an den Nachwuchs weiter. \u201eIch coache in unserer kleinen Community in der St. Eustache Minor League. In meinem Heimatort, wo ich selbst das Eishockeyspielen lernte. Dort biete ich Gruppen f\u00fcr Skills-Training und Powerskating f\u00fcr Kinder im Alter von 7-17 Jahren an. Im Winter wirke ich auch an gr\u00f6\u00dferen Hockey Camps mit.\u201c Ansonsten arbeitet Jens in der dritten Generation im Familienbetrieb, einer gro\u00dfen Gem\u00fcsefarm. Eben jene Farm, die Hedwig und Johannes, die ausgewanderten Gro\u00dfeltern, seinerzeit gr\u00fcndeten. Mittlerweile ist der 33-J\u00e4hrige selbst Familienvater.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGr\u00fc\u00dfe bitte alle Huskies Fans und die ganze Organisation! Ich bin dankbar f\u00fcr die vielen gro\u00dfartigen Leute, die ich in Kassel getroffen habe und die mich auf meinem Weg unterst\u00fctzten. Wir sehen uns!\u201c Dein Wort in Herkules\u2018 Ohr!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foto: HuskyWiki<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.kassel-huskies.de\/news\/detail\/kennste-noch-jens-meilleur\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.kassel-huskies.de\/news\/detail\/kennste-noch-jens-meilleur\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kassel Huskies<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Mal haben wir einmal mehr in Kanada angerufen, um uns mit einem Spieler zu unterhalten, der von 2014 bis 2019 f\u00fcnf Spielzeiten unser Trikot getragen hat. 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