{"id":1840,"date":"2026-07-24T12:00:00","date_gmt":"2026-07-24T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/eiszeit-nordhessen.de\/?p=1840"},"modified":"2026-08-21T11:34:22","modified_gmt":"2026-08-21T09:34:22","slug":"kennste-noch-andi-loth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eiszeit-nordhessen.de\/?p=1840","title":{"rendered":"Kennste noch&#8230; Andi Loth?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Mal geht unsere Reise zur\u00fcck zur Jahrtausendwende. Die Kassel Huskies gingen unter dem im Vorjahr zur\u00fcckgekehrten Trainer Hans Zach (Zitat des R\u00fcckkehrers: \u201eEinmal Husky \u2013 immer Husky\u201c) in die sechste DEL-Saison. Mit Platz 9 hatte man im Vorjahr knapp die Playoff-Teilnahme verpasst. Zach, der so viele talentierte deutsche Spieler an die Fulda lotste, stellte auch die Verbindung mit einem neuen Fl\u00fcgelst\u00fcrmer her, der im Sommer 1999 bei den Schlittenhunden anheuerte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andreas Loth war sofort ein enormer Gewinn f\u00fcr das Kasseler Team. Der nimmerm\u00fcde K\u00e4mpfer sollte f\u00fcnf Spielzeiten an der Fulda bestreiten und w\u00e4hrend dieser Zeit die Gelegenheit erhalten, sein K\u00f6nnen als Eishockeyspieler weit \u00fcber die Grenzen Nordhessens zu demonstrieren. Wir haben unsere ehemalige Nummer 18 im heimischen Schongau erreicht, wo er mittlerweile das Familienunternehmen leitet und \u00fcber alte Zeiten und viele sch\u00f6nen Erinnerungen gesprochen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch freue mich sehr, dass ihr euch bei mir meldet\u201c beginnt Andi das Gespr\u00e4ch und erkundigt sich erst einmal nach dem aktuellen Stand in Kassel und alten Weggef\u00e4hrten. \u201eIch hatte eine unglaublich tolle Zeit in Kassel und verfolge das Geschehen nat\u00fcrlich nach wie vor\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Eishockeyspielen erlernte der Fl\u00fcgelst\u00fcrmer bei seinem Heimatverein und beim EV Landshut. F\u00fcr die Niederbayern absolvierte Andi 1991\/92 als U20-Nationalspieler seine ersten Profispiele. F\u00fcr vier weitere Jahre trug er das Trikot der Dreihelmst\u00e4dter in der Ersten Bundesliga, bzw. ab 1994 in der DEL. \u201eDann bin ich nach \u00d6sterreich gewechselt. Das Bosman-Urteil hat es uns deutschen Spielern ungleich schwerer gemacht, in der DEL Fu\u00df zu fassen.\u201c Und wie lebte es sich als Bayer in \u00d6sterreich? \u201eSehr gut\u201c sagt Andi, \u201eich habe zun\u00e4chst in Graz gespielt, das hat wirklich Spa\u00df gemacht. Die Steierer sind uns Bayern nicht ganz un\u00e4hnlich, vielleicht sogar noch ein wenig gem\u00fctlicher\u201c lacht er. \u201eAuch in Wien habe ich ein halbes Jahr gespielt und dort gewohnt.\u201c Zu \u00d6sterreich hat Andi ohnehin viele Bez\u00fcge. Der wichtigste ist dabei seine Frau Eveline, die er in Feldkirch kennen und lieben lernte. Dort spielte er, bevor ihn sein Weg nach Deutschland zur\u00fcckf\u00fchrte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEin Grund nach Kassel zu wechseln war sicherlich Hans Zach. Ich wusste, dass er Spielern, die hart arbeiten, eine faire Chance gibt.\u201c Und das Markenzeichen des harten Arbeiters verk\u00f6rperte kaum ein Spieler wie Andi Loth. Als nimmerm\u00fcde Kampfmaschine wurde er mit seinem laufintensiven und k\u00f6rperbetonten Spiel schnell zu einem Liebling der Kasseler Fans. Wenn er als Bandenhobel mit gefletschten Z\u00e4hnen seine Gegenspieler beackerte, konnten sich die Zuschauer in der Regel auf einen gewonnenen Zweikampf f\u00fcr die Huskies einstellen. Vom Training bis zum entscheidenden Playoff-Spiel: Andi Loth hat immer alles auf dem Eis gelassen und mit seinem Auftreten Mitspieler und Fans bei zahlreichen Gelegenheiten mitgerissen und zu h\u00f6heren Leistungen angetrieben. Kaum ein Spieler verf\u00fcgte \u00fcber eine derartig ausgepr\u00e4gte Fitness. Auch neben dem Eis war Loth sehr beliebt. Seine authentische offene Art wurde in der Huskies Familie sehr gesch\u00e4tzt. Auch diese Eigenschaften sorgten daf\u00fcr, dass Loth vier Spielzeiten als Assistenz-Kapit\u00e4n von Tobi Abstreiter in Kassel wirkte. F\u00fcr die Medien war er als geduldiger und kompetenter Ansprechpartner, auch nach schwierigen Partien, h\u00e4ufig der gesuchte Interviewpartner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andi erlebte eine erfolgreiche Zeit in Nordhessen. \u201eEinzelne Highlights sind da schwer herauszupicken. Aber als wir in meinem ersten Jahr mit den Huskies den amtierenden Meister aus Mannheim im Viertelfinale rausgekickt haben, war das schon etwas Besonderes. Wir lagen in der Best-of-Five Serie gegen das Topteam der Liga 1:2 zur\u00fcck und mussten in Mannheim ran. Kein Au\u00dfenstehender hat geglaubt, dass wir noch etwas rei\u00dfen k\u00f6nnen. Aber wir wollten als Mannschaft unbedingt dort gewinnen, haben die Adler zuhause besiegt und tats\u00e4chlich die Serie gedreht.\u201c Der Schl\u00fcssel war die mannschaftliche Geschlossenheit. \u201eWir waren ein starkes Team. Die ersten drei Reihen waren in der Regel gesetzt, dahinter k\u00e4mpften die jungen Spieler um die verbleibenden Positionen.\u201c Der Linkssch\u00fctze etablierte sich schnell in den Topformationen. Er lobt seine ehemaligen Nebenleute. Loth spielte auf der linken Position neben starken Centern wie Tobi Abstreiter und Ted Drury. Gefragt nach dem wichtigsten Mitspieler tut sich der teamorientierte St\u00fcrmer erwartungsgem\u00e4\u00df etwas schwer, kann sich aber dann doch auf einen ehemaligen Kollegen festlegen: \u201e\u00d6rjan Lindmark. Er hat mit seiner stabilen und ruhigen Art f\u00fcr enorme Sicherheit gesorgt, da hatte man als Mitspieler direkt weniger Druck. Er hat als Linksverteidiger hinter mir abgedeckt. Noch dazu sei der Schwede ein klasse Typ und einer dieser \u201eUnsung Heroes\u201c w\u00fcrdigt Andi seinen ehemaligen Weggef\u00e4hrten. \u201eEs hat mit allen Mitspielern riesigen Spa\u00df gemacht. Im Sturm war zum Beispiel auch Klaus Kathan ein toller Nebenmann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit den Huskies eher in einer \u201eUnderdog\u201c-Rolle, deren Ziel die Playoff-Teilnahme war, schaffte Andi drei Jahre in Folge den Halbfinaleinzug und wurde 2004 deutscher Vizepokalsieger. Sehr zur Freude aller Huskies-Fans vertrat er die Farben des Clubs bei zahlreichen internationalen Turnieren. Als Highlight nennt er nat\u00fcrlich die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City. \u201eDas war nat\u00fcrlich sensationell und ein wahrgewordener Traum f\u00fcr jeden Profisportler\u201c erinnert er sich. \u201eDie Rahmenbedingungen waren allerdings nach den Anschl\u00e4gen vom 11. September deutlich erschwert. Die Sicherheitsvorkehrungen waren enorm, der Bus wurde st\u00e4ndig gefilzt, \u00fcberall schwer bewaffnetes Personal.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Turnier wurde sportlich zu einem Erfolg. Mit einem ganz besonderen Moment f\u00fcr Andi\u2026 Der traf ausgerechnet gegen \u00d6sterreich in der 59. Minute des letzten Vorrundenspieles zum 3:2 und sicherte dem DEB-Team damit den Einzug ins Viertelfinale. \u201eJa, das werde ich nat\u00fcrlich nie vergessen. Mark MacKay gewann das Anspiel und ich habe den Puck \u00fcber die Linie gedr\u00fcckt. Das war ein hochkar\u00e4tiges Turnier mit s\u00e4mtlichen NHL-Stars, da haben wir uns gut verkauft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach seiner Zeit in Kassel spielte Andi noch eine DEL-Saison in Ingolstadt, beziehungsweise K\u00f6ln, bevor er in Ravensburg nach zwei Jahren Oberliga seine Karriere beendete. Somit war Kassel die Station, wo er die l\u00e4ngste Zeit seiner Profikarriere verbrachte. 289 Spiele ackerte, k\u00e4mpfte, rannte und blutete Andreas Loth f\u00fcr die Huskies, erzielte 37 Tore und bereitete 58 Treffer vor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs war mir eine Ehre, f\u00fcr die Kassel Huskies zu spielen. Die Fans haben uns so unglaublich toll unterst\u00fctzt. Man hatte das Gef\u00fchl, man z\u00e4hlt als Eishockeyspieler etwas, wurde wertgesch\u00e4tzt, das war nicht immer der Fall. Es gab dort so viele herzliche Leute, die einen immer unterst\u00fctzt haben. Ich habe nur gute Erinnerungen an Kassel. Mensch, ich muss auch echt mal wieder vorbeikommen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einladung ist selbstverst\u00e4ndlich erfolgt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foto: HuskyWiki<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.kassel-huskies.de\/news\/detail\/kennste-noch-andi-loth\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.kassel-huskies.de\/news\/detail\/kennste-noch-andi-loth\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kassel Huskies <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Mal geht unsere Reise zur\u00fcck zur Jahrtausendwende. Die Kassel Huskies gingen unter dem im Vorjahr zur\u00fcckgekehrten Trainer Hans Zach (Zitat des R\u00fcckkehrers: \u201eEinmal Husky \u2013 immer Husky\u201c) in die sechste DEL-Saison. Mit Platz 9 hatte man im Vorjahr knapp die Playoff-Teilnahme verpasst. 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